Das Bochumer Gesundheitstraining (BGT) Ein ganzheitliches Programm zum „Weg Krankheit“

Die Forschung der letzten Jahrzehnte ist ein dichtes Geflecht aus neuen Erkenntnissen, Forschungsergebnissen und Therapieversuchen. Der Faktor „menschliche Psyche“ wird wahrgenommen, aber oft nicht angemessen in die Behandlung mit einbezogen.

Der Mensch ist ein noch lange nicht in allen Einzelbezügen erforschtes Netzwerk, in dem verschiedene Komponenten mitspielen: das Nervensystem, das Hormon- und das Immunsystem. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass diese drei Systeme auf vielfältige Weise miteinander verbunden sind, wechselseitig aufeinander einwirken und miteinander kommunizieren. Diese Wechselwirkung spielt auch im alltäglichen Leben eine Rolle. Als veranschaulichendes Einstiegsbeispiel sei hier das mentale Training genannt, welches etwa Sportler zur Konzentration vor gezielten körperlichen Ausführungen praktizieren.

Dieser konzentrations- und leistungssteigernde Effekt gilt auch umgekehrt: Körperliche Zustände beeinflussen das seelische Befinden. So hilft regelmäßiger Sport vielen Menschen, sich ausgeglichener und belastbarer zu fühlen. Milliarden und Abermilliarden Zellen ermöglichen hier eine ungeheuer komplexe neuronale Wechselwirkung, deren genaue Erforschung gerade erst richtig beginnt.

Epilepsie

Das aus dem Griechischen stammende Wort Epilepsie bezeichnet eine Gruppe von chronischen neurologischen Erkrankungen mit einer großen Anzahl verschiedener Erscheinungsformen. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass es zu spontan auftretenden, wiederholten Anfällen kommt.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO erleiden 5 % aller Menschen einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Erst wenn es ohne erkennbare Ursache zu zwei Anfällen kommt, wird jedoch von einer Epilepsie gesprochen. Grundsätzlich kann eine Epilepsie in jedem Alter auftreten. Besondern häufig beginnt jedoch sie in den ersten beiden Lebensjahrzehnten bzw. nach dem 65. Lebensjahr.

Bei einem epileptischen Anfall kommt es – vereinfacht dargestellt – zeitweise zu einer Funktionsstörung im Gehirn: Die normalerweise koordiniert ablaufende Signalübertragung zwischen den Nervenzellen ist durch andauernde vermehrte gleichzeitige elektrische Impulsaussendung mehrerer Nervenzellen/Nervenzellverbände beeinträchtigt. Dies kann z. B. Auswirkungen auf die Muskulatur haben. Ist dies der Fall, kommt es zu einer unkoordinierten Anspannung der Muskeln bis hin zu Krämpfen. Jedoch können davon auch andere Nervenzellverbände betroffen sein, z. B. diejenigen für Geruchsempfinden oder das Sehen.

Die Klassifikation der Epilepsien wurde von der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) 1989 wie folgt festgelegt:

  1. Partielle Epilepsien und Epilepsiesyndrome
  2. Generalisierte Epilepsien und Epilepsiesyndrome
  3. Epilepsien und Epilepsiesyndrome mit unklarer Zuordnung (generalisiert bzw. partiell)
  4. Spezielle Epilepsieformen und -syndrome

Wie leiste ich ERSTE HILFE bei Epilepsien?

Die richtige ERSTE HILFE bei großen Anfällen

So gefährlich oder lebensbedrohlich ein Krampfanfall für den Laien auch aussehen mag, er ist es für den Kranken in der Regel nicht. Dauert er jedoch länger als 10 Minuten oder folgen mehrere große Anfälle dicht aufeinander, so muss unbedingt ein Arzt hinzugezogen oder eine Einweisung des Betroffenen in ein Krankenhaus erfolgen. Nur der in einem solchen Fall drohende Daueranfall kann lebensgefährlich werden.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Ruhig bleiben und die Person nicht allein lassen !
  • Sie aus einem möglichen Gefahrenbereich bringen !
  • Den Kopf schützen und die Atemwege freihalten !
  • Die Gliedmassen vor Verletzungen schützen,
    aber NICHT festhalten, um den Krampf zu stoppen !
    Keine Gegenstände (z.B. Beißkeil) zwischen die Zähne klemmen !
  • Den Anfallsablauf genau beobachten.
    Wichtig:  Lokaler Anfallsbeginn –
    Seitenbevorzugung oder -wechsel.
    Wie lange dauerte der Anfall?
  • Die Person sobald wie möglich in eine stabile Seitenlage bringen !
  • Nur bei Fortdauer des Krampfen über 10 Minuten hinaus einen Arzt benachrichtigen !    
  • Nach Ende des Anfallgeschehens ausruhen lassen !
  • Bei der Person bleiben, bi sie wieder bei vollem Bewusstsein ist.

Weitere Informationen geben Ihnen gerne die Mitglieder unserer Selbsthilfegruppen. Wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartner, die Sie unter “Wer wir sind” finden. Tiefer gehende Informationen finden Sie im Internet mit Hilfe geeigneter Suchmaschinen (z.B. MetaGer) sowie in der von uns zusammengestellten Link-Sammlung.