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Berufstätigkeit

Wer kann mich beraten, welche Auswirkungen meine Epilepsie im Berufsleben haben kann?

Die fachgerechte Beurteilung kann durch einen Betriebsarzt, einen Vertreter des Unfallversicherungsträgers, einer Sicherheitsfachkraft und/oder eines Sicherheitsbeauftragten oder einer Epilepsiefachkraft erfolgen.

Auch der behandelnde Epileptologe kann im Dialog mit dem Arbeitgeber abschätzen, inwieweit die oben beschrieben Anfallselemente zu einer Eigen- oder Fremdgefährdung bei der Arbeit führen können, bzw. inwieweit durch diese Anfallselemente auch Schaden bei der Arbeit entstehen kann (z.B. Fehlbuchungen, Geräte abschalten etc.). An Epilepsiezentren und in Epilepsieberatungsstellen beraten die auf Epilepsie spezialisierten Sozialarbeiter in diesen Fragen.


Was kann man tun, wenn sich eine Epilepsie erst während der Berufstätigkeit entwickelt?

Um die Frage der beruflichen Zukunft zu klären, sollte der Betroffene sich von einem auf Epilepsie spezialisierten Neurologen beraten lassen oder eine Epilepsieambulanz oder ein Epilepsiezentrum aufsuchen.

Ist der Verbleib im bisherigen Beruf zu vertreten oder ist eine Umschulung zu empfehlen? Die Frage ist für jeden Einzelfall individuell zu erörtern. Gerade bei einer beruflichen Neuorientierung ist zu bedenken, dass es bei dem Betroffenen durch die Herausnahme aus seinem gewohnten Berufsalltag zu einer zusätzlichen psychischen Belastung kommen kann. Daher sollte zunächst versucht werden, den ursprünglichen Arbeitsplatz zu erhalten. Zusätzliche Schutzvorkehrungen, die den Arbeitsplatz für den Epilepsie-Patienten sicherer machen, können dazu beitragen.