Epilepsie: Symptome und Diagnose

Die Symptome einer Epilepsie sind abhängig von der Art der Erkrankung, um die es sich handelt. Diese ist in der Regel durch bestimmte Anfallsformen charakterisiert, die mit bestimmten Symptomen einhergehen. Nach der Einteilung der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) werden folgende Anfallsformen unterschieden:

Partielle Anfälle

  • auch fokaler Anfall oder Herdanfall
  • nur in bestimmter Hirnregion
  • in Abhängigkeit vom betroffenen Hirnareal variieren die Symptome, z. B. Geräusch-, Berührungswahrnehmung, optische Eindrücke oder Muskelzuckungen
  • z. T. ist der Patient bei Bewusstsein

Generalisierter Anfall

  • Anfall betrifft mehr oder weniger das gesamte Gehirn
  • prototypisch ist der sog. tonisch-klonische Krampfanfall (Grand-mal-Anfall) mit Bewusstlosigkeit, Atmungsausfällen, Zuckungen der Extremitäten, der wenige Minuten andauert
  • beim sog. Petit-mal-Anfall kommt es in der Regel zu Bewusstseinsstörungen, die nur wenige Sekunden dauern und u. a. von einem starren, abwesenden Blick sowie einer kurzen Unterbrechung der Tätigkeit gekennzeichnet sind

Zu Beginn der Diagnose steht eine ausführliche Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte), die ggf. durch Aussagen von Familienmitgliedern oder anderen Vertrauenspersonen, die Zeuge eines Anfalls waren, unterstützt werden kann. Zusätzlich zur körperlichen Untersuchung werden unterschiedliche diagnostische Verfahren wie Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) oder Elektroenzephalografie (EEG) herangezogen, um eine eventuell vorhandene Ursache für den Anfall zu finden bzw. andere Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik wie kardiovaskulär bedingte Bewusstseinsstörungen (Synkopen) auszuschließen. (ah)