Gesundheit ist mehr als funktionieren

Die positive Einstellung zu Belastungen, Krisen und Herausforderungen kann also trainiert und gefördert werden. Wichtig ist zunächst, dass sich der Betroffene mit seiner Wahrnehmung und seinem Selbstbild beschäftigt. Vielfach haben allgemein gültige Leitsätze, elterliche Verhaltensanweisungen oder unbewusste Erwartungshaltungen des individuellen Umfelds schon früh das eigene Selbstbild mitbestimmt. Auch das subvokale Sprechen – die halblaute Zwiesprache, die jeder gelegentlich mit sich selbst hält – gibt Aufschluss über das Bild, das wir uns von uns selbst machen, über unseren Pessimismus oder Optimismus, über Selbstkritik oder eine fordernde Haltung. Um das Selbstvertrauen zu stärken, sollten Leistungsforderungen, Streitverhalten, Zufriedenheit, Aufopferung, Egoismus, tröstendes und strafendes Verhalten analysiert und neu bewertet werden.

Darüber hinaus gilt es, die eigene Stellung im Leben, in der Gesellschaft, im Privaten zu durchleuchten. Die Symbolisierung wahrgenommener Bedürfnisse, etwa nach Bewegung, Sexualität oder Aggressivität, lässt diese Wünsche oder Ängste deutlicher werden und hilft dabei, eine Beziehung zu diesen Bedürfnissen aufzubauen. Hinsichtlich der vitalen Bedürfnisse wie Ernährung, Bewegung und Schlaf soll der maßvolle, gesundheitsfördernde Umgang mit Nahrungsmitteln, Sport und Entspannung erlernt werden.

Vorstellungsübungen zum „inneren Berater“/zur „inneren Beraterin“ fördern das Körperbewusstsein, den Umgang mit Emotionen, die positive Haltung zum Selbst und das Vertrauen in die körpereigenen Abwehrkräfte.