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Offenheit im sozialen Umfeld

Wem möchte/sollte ich meine Epilepsie offenbaren?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten, wenn es um Freunde, Bekannte oder Verwandte geht. Denn die Ansichten darüber gehen weit auseinander. Die Spannbreite reicht von "niemand, außer meiner Familie" bis hin zu "jedem, der es wissen will". Die meisten Betroffenen würden es Familienmitgliedern, Freunden und engen Arbeitskollegen erzählen. Die Antwort auf diese Frage hängt sehr stark von der Art und Häufigkeit der Anfälle ab.

In der Schule sollten Lehrer und Lehrerinnen umfassend über Art, Verlauf und Behandlungsstand der Anfälle aufgeklärt werden. Sonst werden kleinere Anfälle gar nicht beachtet und als Träumereien abgetan.

In der Freizeit sollten Sie Aufsichtspersonen von Sport-, VHS- oder ähnlichen Kursen bei regelmäßiger Teilnahme und häufigeren Anfällen aufklären. Bei Reisen kann es notwendig sein, die Reiseleitung zu informieren.

Man kann auf die Frage „wem sage ich, dass ich Epilepsie habe“ keine allgemeingültige Empfehlung geben. Jeder hat seine eigene Vorstellung davon, wem er sich wie mitteilen möchte. Trotzdem ist es für jeden Betroffenen wichtig sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob es für andere Menschen wichtig sein könnte, von der Krankheit zu wissen.
Als Faustregel kann man sagen, dass man Menschen, mit denen man längere Zeit verbringt, von der Epilepsie erzählen und ihnen mitteilen sollte, wie sie sich während eines Anfalls verhalten sollten. So vermittelt man eher Sicherheit im Umgang mit diesem Thema und vermeidet Ausgrenzungen.