Weitere Herzinfarkt Symptome bei Frauen

Da die Brustenge fehlt, werden die Symptome gerade bei jüngeren Frauen falsch oder zu spät gedeutet, was eine Ursache für die erhöhte Mortalitätsrate dieser Personengruppe ist. Die Behandlung wird zu spät aufgenommen, 45,2 Prozent der Frauen versterben daher am Herzinfarkt gegenüber 36,5 Prozent der männlichen Patienten.

Soziokulturelle Faktoren sind ebenso essenziell: Frauen verdrängen körperliche Warnzeichen eher, sie sind “tapfer” und halten durch, spotten auch gern über hypochondrische Männer, denen ihr “Gejammere” im Ernstfall das Leben retten kann. Der stumme Infarkt erzeugt überhaupt keine Herzinfarkt Symptome, gerade bei Frauen nicht, obgleich es diesen Fall auch unter Männern gibt. Hier wird der Infarkt erst per EKG festgestellt.

Patientinnen schildern Herzinfarkt Symptome anders als Männer; sie klagen über Stress und Ängste, reden aber nicht über körperliche Beschwerden. Ärzte können dadurch zu Fehldiagnosen verleitet werden und eher psychische Krankheiten für ursächlich halten. Das ist auch nicht völlig falsch, denn Stress löst eindeutig Herzbeschwerden aus. Wenn es aber um die akute Behandlung des Infarktes selbst geht, zählen Minuten und manchmal Sekunden, keine Psychotherapie.

Klinische Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen in der Reaktion des Herzens auf erhöhten Blutdruck: Bei Männern erweitert sich die linke Kammer des Herzens, das Blut wird dann nicht kräftig genug abgepumpt. Bei Frauen hingegen verdickt sich der Herzmuskel, was die Entspannungsphase beeinträchtigt.